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An unsere Leser, aus HH 4/2001
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
am 11. September stand die Welt still. Die Attentate auf das World Trade Center und das Pentagon zeigten uns das wahre Gesicht unserer Welt, in der wir leben. Der Angriff galt den USA, getroffen wurde der Nerv unserer Weltordnung.
Das weltoffene New York, Zentrum des Welthandels und Sitz der UNO, hat alle Attribute, die eine Welthauptstadt auszeichnen würde. In kaum einer anderen Stadt zeigen sich so viele Kulturen in friedlicher Koexistenz wie hier. Im New Yorker World Trade Center, dem zuvor größten Welthandels-Zentrum der Erde, arbeiteten über 40.000 Menschen. Bis zu 80.000 Menschen täglich besuchten die 400m hohen Zwillingstürme zusätzlich.
Im Pentagon, ebenfalls eines der größten Gebäude auf der Erde, arbeiten 23.000 Militär- und Zivilangestellte für das US-Verteidigungsministerium, sowie weitere 3.000 Menschen mit anderem Aufgabenbereich.
Das wahre Ausmaß und die Folgen der Attentate, bei denen über 5000 Menschen aus 60 Nationen ihr Leben ließen, ist heute noch nicht absehbar. Die Anschläge des 11. Septembers machen deutlich, dass sich die Welt verändern muss.
Der Angriff auf die Weltordnung kam nicht unerwartet, das Ausmaß jedoch macht fassungslos. Der frühere US-Präsident Bill Clinton wies vor Jahren darauf hin, dass der Welt-Terrorismus eine der größten Bedrohungen unser Zeit sei, den es zu bekämpfen gilt. In Clintons Amtszeit wurde jedoch auch der größte Schuldenberg bei den Vereinten Nationen durch die USA aufgehäuft und deren Arbeit kritisiert. Die fehlenden Finanzmittel brachten dann die UNO im August dieses Jahres an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Im Angesicht der Anschläge wurde die Bedeutung der Vereinten Nationen von der US-Regierung nun neu entdeckt. Wenn die Vereinten Nationen wieder einen wichtigen Stellenwert in der amerikanischen Politik erhalten, dann ist dieses ein positives Zeichen.
Es gibt also nicht nur Negatives über unsere Welt zu berichten. So ist die weltweite Solidarität gegenüber den USA, welche selbst von den US-Intimfeinden Fidel Castro (Kuba) und Muammar el-Gaddafi (Libyen) bekräftigt wurde, wohl einzigartig in der Geschichte.
Die Weltöffentlichkeit steht am Scheideweg, es gilt den richtigen Weg zu wählen. Die Suche nach dem richtigen Weg und die Analyse der Ursachen ist eine der Aufgaben der Astrologie. Für diesen Zweck finden Sie anschließend Material für Ihre Arbeit.
Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich für die kommende Zeit Gesundheit und Zuversicht auf eine friedlichere Welt
Michael Feist
Hamburg, Oktober 2001
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