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Auszug aus HH 3/2000, S. 21


Das Sommerhoroskop
und die Quartalen Erdhäuser

Von Michael Feist, Hamburg

Bevor wir uns mit dem 3. Quartal beschäftigen, möchte ich auf das vergangene Quartal zurückblicken.

Ich wies global auf eine kurze konjunkturelle Belebung der Arbeit, bzw. Arbeitsgemeinschaften hin, HH 2/2000, S.12. Das vergangene Quartal hat gezeigt, dass diese konjunkturelle Belebung tatsächlich stattgefunden hat.

Aus Sicht der deutschen Wirtschaft hält dieser Effekt weiter an. Auf Deutschland bezogen, deutete ich darauf hin: Arbeit wird durch gemeinsame Entwicklungen geschaffen, HH 2/2000, S. 14. Die Arbeitslosenzahlen gingen in der Tat stärker zurück, als zunächst von Wirtschaftsexperten angenommen. Die Zahl der offenen Stellen stieg im April mit 500.000 in Höhen, welche zuletzt aus den siebziger Jahren bekannt waren. Da nur jede dritte freie Stelle den Arbeitsämtern gemeldet werden, gehen Experten von 1,5 Millionen offenen Stellen aus und reden inzwischen schon vom Trend zur Vollbeschäftigung. Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit Bernhard Jagoda sagte:

"Die sieben mageren Jahre sind vorbei. Ich hoffe, dass jetzt sieben fette Jahre kommen".

Dieses bestätigt, dass globale Trends sich unterschiedlich auswirken können, denn ein Einbruch dieses Trends zeichnet sich für Deutschland bisher nicht ab.

Ich wies ferner hin auf größere Firmen oder staatliche Organe, welche bei knapper Kasse sind, JU^SA = KR, was stenografisch heißt: Geld-Einschränkung-Autorität. Die Angabe dieses Trends scheint die Wiedergabe einer Binsenweisheit zu sein, denn an Geld fehlt es immer und fast überall. Jetzt, in der Rückschau, fällt es leichter dieses Bild zu interpretieren, denn von mir wurden nicht alle Möglichkeiten der Interpretation ausgeschöpft: In der Quartals-Rückschau fühlt man sich an die gescheiterte Fusion der Deutschen Bank mit der Dresdener Bank zu Quartalsanfang erinnert, denn Jupiter mit Kronos sind auch die Großbanken, welche durch Saturn mit Hemmnissen zu rechnen haben. Aus dieser Sicht sollten alle Beteiligten zufrieden sein, dass die Fusion platzte, denn erfolgreiche Fusionen sind ohnehin statistisch eine Ausnahme. Die Ausdeutung des Trends des Quartals-MC von Berlin bestätigte zusätzlich die Entwicklung der gescheiterten Fusion: Man stellt sich auf die Zukunft ein und empfindet Enttäuschung, welche sich durch enge Kontakte ergeben, HH 2/2000, S.13.

Auch für das Quartalsende gibt es ein passendes Beispiel für JU^SA = KR, stenografisch neu formuliert Ausdehnung-Einschränkung-Monopol: Ein amerikanisches Gericht ordnete die Zerschlagung des Software-Giganten Microsoft in zwei unabhängige Konzerne innerhalb der nächsten vier Monate an. Zwar stehen Bill Gates noch rechtliche Möglichkeiten offen, dennoch ist offensichtlich, dass das Monopol Microsofts zur Disposition steht.

(JU^SA = KR ist auch das staatliche Gerichtsurteil).

Der Poseidon, welcher in der Berliner Quartals-MC-Achse stand, veranlasste mich zu folgender Interpretation zum Deutschen Identitätsempfinden: Die Erkenntnis der zukünftigen Geldsituation, die die Deutschen als Armut oder Mangel empfinden. Es besteht der Wunsch nach alten Werten. Wer die emotionsgeladene Diskussion zur Benzinpreisentwicklung des letzten Monats verfolgt hat, findet diesen Satz eindeutig bestätigt.

Der Berliner Quartals-AS gab mir folgende Hinweise: Das äußere Erscheinungsbild des Staates wird harmonisiert durch Frauen und die Bearbeitung unangenehmer (zurückliegender) Vorgänge durch Führungsebenen.

Die Wahl Angela Merkels am 10.April zur neuen CDU-Vorsitzenden hat sich tatsächlich harmonisierend ausgewirkt und die Spendenaffäre überlagern können, vgl. auch Kurz notiert: Angela Merkels Horokop, in diesem Heft.

Das 3. Quartal

Gesellschaftliche Entwicklungen wirken sich in der Regel quartalsübergreifend aus und treten bisweilen in den Hintergrund, wenn andere Vorgänge das Interesse der Öffentlichkeit wecken, ohne jedoch grundsätzlich beendet zu sein. In diesem Sinne ist der vorangestellte Rückblick als Vorbereitung auf die Betrachtung des neuen Quartals gedacht. Dort, wo wir uns an Vorgänge des ablaufenden Quartals erinnert fühlen, sollten wir genauer hinsehen. [...]

Ende des Auszuges, die Vorschau auf das Sommer-Quartal 2000 finden Sie im HH 3/2000


(c) 2000 Michael Feist