Das letzte Jahreshoroskop 2001 gab die Jahresentwicklungen sinngemäß wieder, s. HH 1/2001. Im Zusammenhang mit den Ereignissen des 11. September habe ich bereits im letzten Heft auf einige nennenswerte globale Winkelbezüge des Jahreshoroskops hingewiesen, welche analog die angesprochene Situation ankündigten. Auch die Entwicklungen in der Berliner Republik waren für diejenigen nicht überraschend, welche sich zuvor eingehend mit dem Jahreshoroskop beschäftigt hatten. Ich wies darauf hin, dass der Jahresverlauf 2000 ermutigende Tendenzen brachte, welche jedoch im Jahr 2001 ausgebremst werden würden. Dies zeigte sich z.B. in der Berliner Aszendenten-Achse, die uns tendenziell darauf hinwies, dass die Entwicklung im Arbeitsbereich Stillstand bzw. Verdichtungen unterliegt. Die nähere Betrachtung der Achse verband (u.a.) diese Aussage mit Schwierigkeiten im öffentlich-staatlichen Bezug; und ferner mit Übelständen durch verzögerte Geldausgaben und -einnahmen, was sich (MC/AS-Achse) hemmend auf das zielgerichtete Schaffen auswirken würde. (Zusätzlich kam aus dem letzten Quartal noch die Einschätzung der stagnierenden Konjunktur hinzu.) Im Jahresverlauf 2001 zeigten sich diese Details tatsächlich, in deren Folge der Optimismus der Bundesregierung von der Realität eingeholt wurde. Einerseits musste die Zielvorgabe, die Arbeitslosenzahlen auf 3 Mio. zu senken, revidiert werden, andererseits erwies sich finanzpolitisch die Bundesrepublik als Schlusslicht der Europäischen Union. Beides steht im Zusammenhang und wirkte sich nachhaltig auf die anderen Lebensbereiche aus. Die MC-Achse verdeutlichte, dass sich Enttäuschungen über unklare wissenschaftliche bzw. politische Verhältnisse zeigen werden, ausgelöst durch Verlustempfindung durch Sparmaßnahmen des Staates und Erkenntnisse in gesundheitlicher Thematik. Die gesundheitliche Thematik selbst zog sich wie ein roter Faden durch das Jahr, was auch aus den jeweiligen Quartalshoroskopen sichtbar war. Die BSE-Krise war nur der Vorbote verschiedener gesundheitlicher Krisen, welche sich nachhaltig auf die Stimmungen und den Handel auswirkten. In mehreren Expertenrunden wurden die Krisen und Skandale erörtert, oft mit dem Hinweis, dass die Wissenschaft (und damit auch die Politik, s.o.) nicht über ausreichende Erkenntnisse verfügen würde, um die Situation abschließend zu beurteilen. Rückblick Mit dem letzten Quartals-Ho-roskop (vergl. HH 4/2001), welches ich unter dem Eindruck der Anschläge in den USA erstellte, nahm ich die Entwicklung des Quartals vorweg. Als Folge der Terror-Anschläge kam es zu einem internationalen Bündnis gegen den Terrorismus, s.a. Erdachse HH 4/2001. Nach Einschätzungen von Experten wurde frühzeitig erwartet, dass das Bündnis nicht lange Bestand haben wird. Das Horoskop dagegen zeigte keine Einschränkung - das Bündnis hielt: "Die Weltöffentlichkeit in diesem Quartal; Verbindungen, Kontakte auf globaler Ebene; von nachhaltiger Bedeutung; (Bündnisse mächtiger Staaten)". Am 7.10.2001 gegen 16:30 GMT, kam die erwartete Reaktion der USA. Mit einem mächtigen Bündnis im Rücken bombardierte die US-Armee die afghanischen Taliban. Bereits drei Tage später verkündete G.W. Bush, dass der Luftraum in amerikanischer Hand sei, was dazu führte, dass man ein schnelles Ende der Militärschläge erwartete. Einen Tag später musste jedoch der US-Verteidigungsminister einschränken, die Lufthoheit sei noch nicht "völlig" erreicht, HH 4/2001: "Volk/Völker; in schwierigem Wandlungsprozess; unter schwierigen Voraussetzungen/'Anfangsbedingungen'; eingeschränkter, plötzlicher Kriegsausbruch" Drei Wochen nach dem Beginn der Kampfhandlungen stagnierten jedoch die Erfolge und die Zuversicht auf ein schnelles Ende der Kampfhandlungen. Konteradmiral John Stufflebeem (Pentagon, 25.10.) wies darauf hin, dass sich die Taliban als zähe Krieger erwiesen, und er sei überrascht, wie hartnäckig sich die Taliban an der Macht hielten. Auch politisch wurden immer wieder Stimmen aus dem eigenen Bündnis für einen Abbruch der Kämpfe laut. Ein weiterer schwerer Rückschlag war auch die Gefangennahme und Hinrichtung des mit Washington verbündeten Oppositionsführers Abdul Haq (26.10.), der als möglicher Innenminister einer afghanischen Regierung nach dem Sturz des Taliban-Regimes galt, HH 4/2001: "Arbeit/Handlungen; sind zielbewusst (auch: militärische Tätigkeit); doch unerwarteter Stillstand/Widerstand; erfordert Ausdauer." Weitere zutreffende Deutungen des Quartals auf globaler Ebene waren: "Unklarheiten (religiöser Fanatismus) in erschwerten Verhältnissen, beeinträchtigen das Geld/Glück (Gerechtigkeit)." und "Ausweitung der Macht, Friedenswille" Die Berliner Republik Die Abhängigkeit vom Weltgeschehen spiegelte sich im Horoskop der Berliner Republik wider. Das Quartal war u.a. von der Besorgnis geprägt, dass auch in Deutschland mit Attentaten zu rechnen sei. In der Schlussbemerkung der Analyse des Horoskops konnte ich jedoch im Vorfeld Entwarnung geben, vergl. HH 4/2001: "Aus den hier herausgestellten Deutungen erkenne ich keine nennenswerten Gefahren für Deutschland im militärisch/terroristischen Sinne, dennoch werden themenbezogene Auswirkungen sichtbar werden. In diesem Zusammenhang belasten AD, UR, ZE in der Aszendenten-Achse das Erscheinungsbild; und die hier ebenfalls zu findende Halbsumme MA/AD im 8.AS-Haus weist für mich auf die 'gedankliche' (AS =T4 ME) Auseinandersetzung mit 'Terror' und 'Tod' hin." Von weiteren Übereinstimmungen seien hier nur markante herausgestellt, nähere Hinweise entnehmen Sie bitte dem letzten Heft: An verschiedenen Stellen des Horoskops wies ich auf das Selbstbewusstsein der Deutschen hin. Ich muss zugeben, dass ich die Vokabel sehr ungern verwendete, denn ich war mir nicht sicher, wie man Zutreffendes in einer Rückschau nachweisen könnte. Um so überraschter war ich allerdings, dass dieser Begriff wortwörtlich von Politikern thematisiert wurde. Hier war eine Entwicklung feststellbar. Zunächst wurde von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, dass es zu mehr Selbstbewusstsein kommen müsse, um die aktuellen Erfordernisse zu bewältigen. Später wandelte sich die Sprache, und es wurde davon gesprochen, dass die erfolgten Entscheidungen Ausdruck von Selbstbewusstsein seien. HH 4/2001: "Diese Verbindungen zeigen u. a. 'die Beeinträchtigung des gemeinschaftlichen Selbstbewusstseins (Gemeinschaftsbildungen), welche aus einer empfundenen Bürde' herrührt. Im Hinblick auf die MC-Achse führt dieses jedoch nicht zu 'Selbstzweifel', sondern zum 'Empfinden', dass die 'Gerechtigkeit' wieder hergestellt werden muss, mit positiven Effekten auf das 'Selbstbewusstsein'." Das Horoskop wies Deutschland eine vermittelnde Rolle zu, jedoch auch Irritationen auf diplomatischem Gebiet. Als Beispiele möchte ich einerseits die exponierte Rolle der Deutschen in Zusammenhang mit der Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg ansprechen, die erfolgreich die Modalitäten einer afghanischen Übergangsregierung regelte. Andererseits ist auf peinliche Situationen hinzuweisen, welche sich durch Äußerungen des Verteidigungsministers Rudolf Scharping im Zusammenhang mit den USA ergaben. HH 4/2001: "Deutschland in diesem Quartal; im Zwang der äußeren Umstände; verbindende Gespräche und zielgerichtete Gespräche/Denken; Deutschland vermittelt; unter großen Anstrengungen; zeigt seine Souveränität.", und, "Beziehungen/Bündnisse des Staates (Diplomatie); stehen unter dem Eindruck von gestörtem Glücksempfinden (JU auch: Geldmangel, KN = JU/HA auch zweckgerichtete Verbindungen); in diesem Quartal." mf *** |