| Ekkehard Lefeldt: Hermann Lefeldt war kein NAZI Im Jahre 2003 fand ich im Internet den Beitrag eines Mr. Finley mit dem Titel "The astrology of Hermann Lefeldt" ein Pamphlet, das meinen Vater, Hermann Lefeldt in übelster Weise verleumdet. Es ist normalerweise nicht meine Art, auf solchen Schmutz einzugehen. Inzwischen stellte ich aber fest, dass dieser Beitrag immer noch im Netz stand. Er war 5 Jahre lang zugänglich und niemand hat widersprochen. Aber vielleicht haben Deutsche Astrologen Mr. Finley nicht ernst genommen. Ich hielt es aber jetzt für angebracht, Mr. Finley eine Gegendarstellung zu übermitteln. Mr. Finley hat darauf hin die Seite sofort aus dem Netz genommen und lässt folgendes verlauten. Ich übersetze es aus dem Englischen. "Der Text dieser Seite ist als Reaktion auf die Korrespondenz eines Familienmitgliedes Hermann Lefeldts zurückgenommen worden. Trotz der Anerkennung seiner geschichtlichen Beiträge billigt das Uranian Institut nicht die rückschrittliche Annäherung Hermann Lefeldts an die Astrologie, ebenso wenig die fatalistische und überaus ethnozentrische Ideologie, die in seinen Schriften dargestellt wird." Eine Entschuldigung ist das nicht. Im Gegenteil, es werden wieder die alten Vorwürfe in verkürzter Form wiederholt. Vermutlich wurde die Seite nur zurückgenommen, um juristische Konsequenzen zu vermeiden. Es fehlt die Einsicht oder der Mut einzugestehen, einen Menschen, der auf einem bestimmten Gebiet Entscheidendes geleistet hat, in übelster Weise beleidigt zu haben. Es hätten drei Worte genügt und die Sache wäre erledigt gewesen: >Ich entschuldige mich< Über die mit unerträglicher Arroganz vorgetragene Behauptung, die fortschrittliche Astrologie zu haben, mögen andere urteilen. Ich bin kein Astrologe. Vielleicht ist es genau umgekehrt: Mein Vater kreierte die modernere Astrologie. Zu der Kritik an der angeblich ethnozentrischen Ideologie: Man sollte verstehen, dass ein Mensch, der den 1. Weltkrieg, Fronteinsatz, Verwundung, Kriegsgefangenschaft, Inflation, Wirtschaftskrise, Nazizeit, wieder Krieg, wieder Soldat, Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung und die Nachkriegszeit erlebt hat, vieles anders sieht, als jemand der -ruhig- im sonnigen Kalifornien, in einer schon immer multikulturellen Gesellschaft lebt. Vieles würde mein Vater heute anders sehen. Er gehörte nicht zu den Leuten, die nach dem 8. Mai 1945 ihre Meinung um 180° drehten. Eines ist aber absolut sicher, hätten mehr Menschen so gedacht und gehandelt wie mein Vater, Hitler wäre nie an die Macht gekommen. Mit der politischen Einstellung meines Vaters haben seine Leistungen als Astrologe nichts, aber auch gar nichts zu tun. Seine Meinung zum Thema "Freier Wille" als blinden Fatalismus zu verurteilen, zeigt, wie wenig er verstanden wurde. Ich denke dabei an seine Worte: "Wenn sich in der Astrologie nicht so viele Wichtigtuer und Scharlatane tummeln würden, sehe vieles anders aus". Er hatte grundsätzlich etwas (und ich auch) gegen Beliebigkeitsastrologen, die nach dem Motto handeln: 'Ich kann dir zwar die Zukunft voraussagen, aber dass meine Vorhersage auch eintrifft, dafür muss du schon selber sorgen'. Nach meinen Recherchen verdichtet sich der Verdacht, dass die Auslassungen gegenüber meinem Vater aus Deutschland stammen und Blake Finley nur als Autor missbraucht wurde. Das ist einleuchtend. Wäre dieser Text von einem/einer Deutschen in Deutschland veröffentlicht worden, könnte man nach dem Pressegesetz eine Gegendarstellung fordern oder sogar eine Verleumdungsklage einreichen. In den USA gelten zwar ähnliche Gesetze, sie sind aber von Deutschland her schwer und nur mit großem finanziellem Aufwand durchsetzbar. Die genannte Deutsche Astrologengruppe nimmt für sich den Begriff "Leuchtfeuer" in Anspruch. Leuchtfeuer bedeutet nicht nur für mich, der einige Jahre zur See fuhr, "den richtigen Weg weisen". Mich erinnert das eher an die Praxis mancher Küstenbewohner im Mittelalter, die Feuer entzündeten, um Schiffe in die Irre zu leiten, um sie dann, nach ihrer Strandung, auszurauben. Nachstehend der Text (Auszug) meines E-Mails an Blake Finley. Ekkehard Lefeldt |
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